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Wochenausblick · Vorschau

Die letzte Zahl vor der Entscheidung —
der August-CPI-Bericht

Am Freitag liefert der August-CPI-Bericht die letzte wichtige Inflationszahl vor der Fed-Sitzung am 16. September — mitten in der Blackout-Periode der Notenbank, in der sich keine Fed-Vertreter öffentlich äußern. Dazu: Oracle und Adobe berichten am selben Tag, und die Lage am Golf bleibt angespannt.

CONSUS NEWS 7. September 2026 Wochenausblick 7 Min. Lesezeit

Terminvorschau: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und Bildung. Keine Anlageberatung. Keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Alle Termine und Schätzungen ohne Gewähr.

Das Wichtigste in Kürze
  • Der US-Feiertag Labor Day hält die Börsen heute geschlossen — die Handelswoche startet erst am Dienstag
  • Am Freitag steht mit dem August-CPI-Bericht die letzte wichtige Inflationszahl vor der Fed-Sitzung am 16. September an — die Notenbank befindet sich bereits in der „Blackout-Periode" ohne öffentliche Kommentare
  • Nach dem Arbeitsmarktbericht der Vorwoche pendelt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September je nach Quelle zwischen 58 und 66 %, während Präsident Trump und Vizepräsident Vance öffentlich Druck auf die Fed ausüben

Nach der Revisions-Überraschung der Vorwoche verlagert sich der Fokus zurück auf die Inflation. Der August-CPI-Bericht am Freitag ist der letzte große Datenpunkt, bevor die Fed am 16. September über die Zinsen entscheidet — und er erscheint mitten in der sogenannten Blackout-Periode, in der sich Notenbanker traditionell nicht öffentlich äußern.

Das bedeutet: Die Daten müssen für sich selbst sprechen. Ohne begleitende Fed-Kommentare dürfte jede Abweichung von den Erwartungen entsprechend stärker wirken.

Das Hauptereignis

Der US-Verbraucherpreisindex für August

Am Freitag, den 11. September, veröffentlicht das US-Arbeitsministerium um 14:30 Uhr deutscher Zeit den Verbraucherpreisindex für August. Nach der Juli-Rate von 3,4 % (Kernrate: 2,5 %) gehen erste Schätzungen von einer weitgehend stabilen Gesamtrate nahe 3,4 % sowie einer leicht anziehenden Kernrate aus — belastbare, einheitlich benannte Konsens-Werte lagen zu Redaktionsschluss noch nicht vor.

Fr 11.09 · 14:30 Uhr Fed-Blackout bis 17.09 Letzter Check vor FOMC

Warum dieser Bericht besonders zählt

Die Fed befindet sich seit dem 5. September in ihrer Blackout-Periode vor der Sitzung am 16. September — bis dahin äußern sich Notenbanker traditionell nicht öffentlich zur Geldpolitik. Der CPI-Bericht am Freitag ist damit der letzte harte Datenpunkt, den die Fed-Mitglieder vor ihrer Entscheidung noch einordnen können, ohne dass begleitende Kommentare die Interpretation lenken.

Hinzu kommt politischer Druck: Sowohl Präsident Trump als auch Vizepräsident Vance forderten am Wochenende öffentlich niedrigere statt höherer Zinsen. Innerhalb der Fed selbst zeigt sich derweil keine Einigkeit — New-York-Fed-Präsident John Williams sprach von einer „Abwarten"-Haltung, während Gouverneur Christopher Waller zuletzt eine dovishere Linie andeutete. Der CPI-Bericht dürfte mitentscheiden, welche Position sich durchsetzt.

Die Termine der Woche im Überblick

Mo7. Sep.
Feiertag

Labor Day — US-Börsen geschlossen

NYSE, Nasdaq und der Anleihemarkt bleiben heute geschlossen. Der Handel läuft erst wieder ab Dienstag.

Di8. Sep.
Konjunktur

NFIB-Mittelstandsindex

Der NFIB-Index zur Stimmung kleiner Unternehmen für August eröffnet die verkürzte Handelswoche.

Mi9. Sep.
Konjunktur

Ruhiger Mittwoch

Wöchentliche Hypothekenanträge (MBA) und Einzelhandelsdaten (ICSC) — keine Topdaten.

Do10. Sep.
KonjunkturEarnings

Erzeugerpreise, Oracle & Adobe

Erzeugerpreisindex (PPI) für August und wöchentliche Erstanträge. Nach Börsenschluss berichten Oracle und Adobe am selben Tag.

Fr11. Sep.
Inflation

US-Verbraucherpreise & Verbrauchervertrauen

Um 14:30 Uhr deutscher Zeit der CPI-Bericht für August — der wichtigste Einzeltermin der Woche. Dazu die vorläufige Verbrauchervertrauens-Umfrage der Universität Michigan für September.

Drei Faktoren, die die Woche prägen dürften

1. CPI als letzter Wegweiser vor der Fed-Sitzung

Ohne begleitende Fed-Kommentare während der Blackout-Periode dürfte der Bericht stärker als üblich für sich selbst sprechen — und die Markterwartung für den 16. September in die eine oder andere Richtung verschieben.

2. Der gespaltene Fed-Ton

Zwischen Warshs hawkischer Jackson-Hole-Rede, Williams' abwartender Haltung und Wallers dovisheren Signalen zeichnet sich innerhalb der Fed keine einheitliche Linie ab — verstärkt durch öffentlichen politischen Druck aus dem Weißen Haus.

3. Die Golf-Eskalation und die Ölpreis-Frage

Nach neuen US-Angriffen auf iranische Ziele Anfang September und ausbleibenden Entspannungssignalen übers Wochenende bleibt die geopolitische Risikoprämie am Ölmarkt hoch — unabhängig vom Ausgang der US-Konjunkturdaten.

Zusammengefasst: Eine verkürzte, aber datenintensive Woche, die auf den CPI-Bericht am Freitag zuläuft — begleitet von politischem Druck auf die Fed und einer weiterhin ungelösten Lage am Golf. Wie die Notenbank all das in ihre Entscheidung am 16. September einfließen lässt, bleibt bis dahin offen.

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